Wandelanleihen - Mittel der Wahl
16.04.2003
Von Kurt Fisch
Erschienen in der «Arzt & Wirtschaft»
16. April 2003, Ausgabe 3/2003, Seite 71
Die Rendite, die die Wandelanleihe im Vergleich zu ihrem Risiko erzielt, schlägt jene von Aktien und Obligationen. Unabhängige amerikanische Langzeitstudien belegen das. Obendrein kommen wissenschaftliche Analysen zum Schluss: Alle optimierten Portefeuilles sollten Wandelanleihen enthalten.
Die Attraktivität erhält die Wandelanleihe durch ihr spezifisches Verhalten. Sie kombiniert die Obligation mit einem Wandelrecht, das eine Langzeitoption darstellt. Dadurch erhält sie Eigenschaften, die mit einer Kombination von Aktien und Obligationen nicht erreicht werden können. Das herausragende Merkmal ist, dass eine typische Wandelanleihe, die hybriden Charakter aufweist, an der Aufwärtsbewegung der Börsen stärker (60 bis 70 Prozent) mitmacht als an einem Rückgang (30 bis 40 Prozent).
Diese Asymmetrie der Beteiligung an den Börsenbewegungen hat zur Folge, dass die Wandelanleihe ein perfektes Timing aufweist. In volatilen Seitwärtsmärkten, mit denen wir in den kommenden Jahren rechnen, ist dies von unschätzbarem Wert. Denn man kann an den Aufwärtsbewegungen mehr verdienen als in den anschließenden Korrekturen wieder verloren geht.
Um das Potenzial der Wandelanleihe realisieren zu können, benötigt es breites Know-how und aktives Management. Das Portefeuille muss permanent an dem Punkt gehalten werden, an dem sich die positiven Eigenschaften am besten manifestieren. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für private Investoren, einen gut geführten Fonds zu kaufen, der eine klar definierte Strategie verfolgt. Wir empfehlen den International Convertible Expert Fund (Wertpapierkennnummer 974582), der weltweit in hybride Wandelanleihen investiert.