Wandelanleihen begrenzen Risiken und nutzen Kurschancen

14.04.2005


Von Fisch Asset Management

Erschienen im «Effecten Spiegel»

14. April 2005



'Wandelanleihen begrenzen Risiken und nutzen Kurschancen', so die auf Wandelanleihen spezialisierte Fisch Asset Management AG, Zürich.


Wandelanleihen sind eine Mischung aus Aktien und Anleihen und verfügen über äußerst interessante Eigenschaften.


Das grundlegende Merkmal einer Wandelanleihe ist ein hohes, aktienähnliches Kursgewinnpotential bei gleichzeitig stark beschränktem Risiko.


'Die Konstruktion der Wandelanleihe bietet dem Investor einen guten Kapitalschutz. Wer die Wandelanleihe bis zur Fälligkeit hält, bekommt sein Kapital zum Nennwert zurück und profitiert von der laufenden Verzinsung.


Neben diesem Sicherheitsaspekt macht das günstige Wandelrecht dieses Anlageinstrument zu einem attraktiven Finanzprodukt. Denn der Tausch in Aktien kann zu einer besonders hohen Rendite führen', so Kurt Fisch von der auf Wandelanleihen spezialisierten Fisch Asset Management AG, Zürich.


Wandelrecht ermöglicht Tausch der Anleihe in Aktien


Die Wandelanleihe zeichnet sich durch eine einfache Grundkonstruktion aus. Sie verfügt über eine feste Laufzeit, feste Rückzahlung und eine feste Verzinsung. Es handelt sich also im Wesentlichen um eine gewöhnliche Anleihe mit einem leicht erhöhten Verlustrisiko. Zu diesen Merkmalen gesellt sich das sogenannte Wandelrecht.


Es berechtigt den Besitzer der Wandelanleihe jederzeit zum Tausch der Anleihe in eine festgelegte Zahl Aktien desselben Schuldners. Das Wandelrecht ist vertraglich festgeschrieben und gilt in der Regel unverändert während der gesamten Laufzeit der Anleihe.


Selbstverständlich weist jede Wandelanleihe unterschiedliche Konditionen und Wandelrechte auf. Das allgemeine Prinzip – die Berechtigung zum Tausch in Aktien – bleibt dabei aber unverändert.


Wandlung bei stark steigenden Aktien sinnvoll


Es besteht kein Wandelzwang. Der Besitzer der Anleihe entscheidet, ob und wann er wandeln will. Eine Wandlung ist grundsätzlich nur dann sinnvoll, wenn die betreffenden Aktien stark gestiegen sind.


Im Falle steigender Aktien wird der professionelle Investor allerdings die Wandelanleihe selbst verkaufen und so einen Kursgewinn erzielen.


Bei fallenden Aktienkursen wird man dagegen die Anleihe behalten, erhält weiterhin die Zinsen und am Ende der Laufzeit das investierte Kapital zurück.


Psychologischer Vorteil


Auf Grund des vorhandenen Kapitalschutzes wirken bei Wandelanleihen starke psychologische Faktoren.


Konkret kommen Wandelanleihenbesitzer auch in sehr schwachem Marktumfeld nie in Zugzwang. Panikartige Notverkäufe wie sie reinen Aktienbesitzern immer wieder passieren, lassen sich vermeiden.


Die Wandelanleihe bietet einen Schutz vor Fehlentscheidungen. Insbesondere bei volatilen Börsen ein enormer Vorteil.


'Nicht nur dem Käufer, auch dem Schuldner eröffnen sich Vorteile. Der Hauptnutzen des Emittenten besteht in der Umwandlung des ursprünglich aufgenommenen Fremdkapitals in Eigenkapital, denn durch Wandlung wird aus einer Anleihe neugeschaffenes Aktienkapital, das nicht mehr zurückbezahlt werden muss.


Die Emission von Wandelanleihen entspricht damit einer Markt schonenden Kapitalerhöhung, da die neuen Aktien nicht sofort, sondern in der Regel über die gesamte Laufzeit verteilt nach und nach gewandelt werden', erläutert Kurt Fisch.



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