Volatilität bringt bei Wandelanleihen Mehrwert

25.11.2004


Von Fisch Asset Management

Erschienen im «Effecten Spiegel»

25. November 2004



Auf das Thema 'Volatilität bringt bei Wandelanleihen Mehrwert' geht die auf Wandelanleihen spezialisierte Fisch Asset Management, Zürich,in einem aktuellen Hintergrundbericht ein. Aufgrund des allgemeinen Interesses werden hier Auszüge zitiert.


Volatilitäten auf historischen Tiefstständen



Die Volatilität an den Aktienmärkten ist in den zurückliegenden eineinhalb Jahren auf historische Tiefststände gesunken. Dies führt ganz direkt zu einer günstigen Bewertung des Wandelanleihenmarktes.


'Denn Wandelanleihen verfügen über einen Kapitalschutz und sind daher in volatilen Märkten besonders nachgefragt (und so mit teuer). Bei tiefer Marktvolatilität wird für den Schutz dagegen weniger bezahlt, die Papiere werden technisch billiger',so Kurt Fisch.


Konkrete Zahlen


In konkreten Zahlen sieht dies folgendermassen aus: Wenn die Marktvolatilität von 30 Prozent auf 20 Prozent fällt, reduziert sich der Preis einer hybriden (= Kurse umRückzahlungspreis herum) Wandelanleihein der Grössenordnung von 4 Prozent.


Die Sensitivität der Wandelanleihe auf Veränderungen der Volatilität ist also beträchtlich. Diese Volatilitätssensitivität ist ein Grund für den grossen Mehrwert von Wandelanleihen, da die Veränderungen der Volatilität zu den Aktienkursen negativ korrelieren.


In den schwierigsten Märkten, beispielsweise Crashs, steigt sie am stärksten und in Phasen der Beruhigung an den Aktienmärkten nimmt die Volatilität ab.


Tendenziell steigen Wandelanleihen also in schwierigen Märkten volatilitätsbedingt im Wert und das Umgekehrte passiert in sich beruhigenden, guten Märkten.


Weniger Schwankungen


Dieser Effekt macht es also möglich, dass per Saldo die gleiche Rendite erreicht wird, allerdings mit weniger Schwankungen: In negativen Phasen weniger Verlust, aber in guten Phasen auch etwas weniger Gewinn.


Vergleicht man daher ein Wandelanleihen-Portefeuille mit einem Portefeuille aus Aktien und Renten, dann ergibt sich eine Performanceglättung. Das heisst, es wird volatilitätsbedingte Phasen deutlicher Unter- und Überperformance geben.


Vergleiche von Wandelanleihen und gemischten Aktien/Anleihen-Portefeuilles über einen längeren Zeitraum fallen klar zugunsten der Wandelanleihe aus. Das Gegenteil war in den letzten 18 Monaten der Fall: Die Marktvolatilität kam deutlich zurück; die Papiere wurden damit günstiger.


Insgesamt wirkt sich der Volatilitätseffekt aber sehr positiv aus. Dies gilt erst recht, wenn man auch das Risiko, sprich die Schwankungen des Portefeuilles, miteinberechnet und jetzt zu den günstigen Preisen zugreift.




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