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Wandelanleihenmarkt profitiert vom positiven Aktienmarkt 2006

01.02.2007

Veröffentlicht im «Effecten Spiegel»

01/02/2006, Ausgabe: 6/2007, Seite: 28

Rubrik: 'Fachbegriffe rund um die Börse'


2006 hat sich als weiteres positives Aktienjahr an die Vorjahre angereiht. „Dies hat auch dem Wandelanleihenmarkt zu einem positiven Ergebnis verholfen, da der unterliegende Aktienpreis immer noch der wichtigste Einflussfaktor für den Preisverlauf dieser hybriden Instrumente ist', so Roland Hotz von der Fisch Asset Management.


Allerdings spielt für das Resultat die Regionengewichtung wieder eine wesentliche Rolle. Während die Indices in USA, Europa und weiten Teilen Asiens gar zweistellige Kursavancen aufweisen, muss sich Japan dieses Jahr mit einem tiefen einstelligen Plus klar geschlagen geben“, so Roland Hotz von der auf Wandelanleihen spezialisierten Fisch Asset Management AG, Zürich. Ebenfalls bedeutsam war im Jahr 2006 die Währungskomponente. Je nach Referenzwährung - und ob Fremdwährungen gesichert oder ungesichert waren - kann das Ergebnis stark schwanken. Auch das gewählte Delta (Aktiensensitivität) gab den Fonds individuelle Impulse.

 

Die Veränderung der Zinskurve hatte nur für sehr defensive Wandler-Fonds (Bondproxis) einen Einfluss, da die Zinssensitivität bei hybriden Wandelanleihen nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Kreditspreads (Zinsaufschläge für Industrieschuldner) blieben das ganze Jahr über auf sehr tiefem Niveau und beeinflussten den Preisverlauf kaum.

 

Dieses Jahr kann auch die Convertible-Arbitrage Industrie wieder mit guten Resultaten aufwarten, da insbesondere in den schwierigen Monaten Mai bis Juli die stark schwankenden Volatilitäten gute Arbitragemöglichkeiten boten. Das Neuemissionsvolumen ist zwar immer noch nicht berauschend. Aber mit rund 130 Milliarden US-Dollar übertrifft dieses Jahr das magere Vorjahr (84 Milliarden US-Dollar) deutlich.

 

Selbst Jumbo-Emissionen von angeschlagenen Unternehmen, wie das Beispiel der kürzlich aufgelegten 4,5 Milliarden US-Dollar Wandelanleihe von Ford zeigt, finden problemlos ihre Käufer. Auch strukturierte Umtauschanleihen von Investmentbanken haben die Lücke weitestgehend gefüllt. Mit der Einstellung der Zinssteigerungen wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Amerikaner das laufende Wachstum nicht zu stark abwürgen.

 

Sobald die kommenden Monate den Trend zu normalem Wachstum bestätigen und die Inflation rückläufige Tendenz aufweist, sollten amerikanische Aktien wieder eine Favoritenstellung einnehmen. „Als zweite Region mit überdurchschnittlich guten Aussichten der Aktienkurse stufen wir Japan ein. Nach der rasanten Vorjahresrallye legten die japanischen Aktien eine gesunde Verschnaufpause ein. Sowohl die gesamtwirtschaftlichen wie auch die unternehmensspezifischen Aussichten bleiben in Japan aber außerordentlich gut“, so Hotz.

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