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Im Wandlermarkt gibt es Ineffizienzen

16.05.2003

By John Wicks

Published in «HandelsZeitung»

14/05/2003, Issue: Nr. 20, Page: 20, Section: Anlagefonds

 

Sind Anlagen in Wandelanleihen angesichts der heutigen Börsenlage interessant?

 

Roland Hotz: Gerade in der heutigen Börsenlage sind Anlagen in Wandelanleihen aktuell. Die Risikoaversion der Investoren hat mit der Erosion an den Aktienmärkten markant zugenommen. Pensionskassen und Versicherungen müssen ihre Risiken überdenken und anpassen. Trotzdem will sich niemand eine Markterholung entgehen lassen. Hier drängt sich die Wandelanleihe auf.

 

Was sind die Vorteile eines Wandelanleihenfonds im Vergleich zu einer Direktanlage?

 

Hotz: Die Komplexität macht es empfehlenswert, Anlagen in Wandelanleihen durch einen Fonds bewirtschaften zu lassen. Zuerst steht die Frage der Bewertung. Hier besitzt der Spezialist einen Vorteil. Da Ineffizienzen herrschen, erwirtschaftet der professionelle Manager einen wichtigen Mehrwert. Jede Strategie verlangt zudem ein hohes Mass an aktivem Management. Da der Wandler ein dynamisches Instrument ist, dessen Charakteristik sich je nach Marktentwicklung verändert, muss das Portefeuille dauernd überwacht und der Strategie angepasst werden.

 

Wie verhält es sich mit der Korrelation zu traditionellen Anlagen?

 

Hotz: Die Korrelation zu Aktien und Obligationen ist sehr tief. Einmal beschränkt sich der Fonds auf Wandelanleihen, die eine ausgeprägt asymmetrische Beteiligung an der Kursentwicklung von Aktien erlauben. Ferner bietet er korrelationsverringernde Vorteile, die für nichttraditionelle Fondsprodukte charakterisch sind: So müssen wir nicht investieren, sondern können Liquidität halten. Zudem setzt der Fonds einen Leverage von 50% ein, falls es in einem viel versprechenden Umfeld gute Möglichkeiten gibt, und er kann auch Arbitrage machen, indem teure kurzfristige Volatilität gegen günstige langfristige Volatilität verkauft wird.

 

Wie unterscheidet sich Ihr Produkt von anderen Wandelanleihen-Fonds?

 

Hotz: Es gehört in die Klasse der Alternativanlagen und unterscheidet sich damit von allen übrigen in der Schweiz zugelassenen Wandelanleihen-Fonds. Die Gründe für die Unterschiede sind dieselben, die auch für die tiefe Korrelation zu den traditionellen Anlagen verantwortlich sind: Die Beschränkung auf eine kleine Anzahl ausserordentlich guter Wandler; kein Zwang, voll investiert zu sein; die mögliche Anwendung eines 50%igen Leverage und der Einsatz von Arbitragestrategien.

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