KIMA Long/Short Equity - Das Ziel ist eine absolute Rendite
25.06.2003
By John Wicks
Published in «HandelsZeitung»
25/06/2003, Issue: Nr. 26, Page 44, Section: Anlagefonds
Die Mindesteinlage bei Ihrem Fonds beträgt nur 100 Euro. Eignet sich ein Long/Short-Fonds auf Single-Manager-Basis und mit besonderem Risiko überhaupt für Kleinanleger?
Pius Fisch: Die kleine Mindesteinlage wurde bewusst gewählt, um eben auch Kleinanlegern die Möglichkeit zur Investition zu bieten. Das angestrebte Ziel einer absoluten Rendite bietet auch für kleine Portefeuilles eine ideale Diversifikation zu traditionellen Anlagen. Wir sehen die Single-Manager-Struktur des Fonds nicht als Nachteil. Im Gegenteil, sie bietet eine schlanke Kostenstruktur sowie Transparenz der Strategie. Zudem ist es der einzige Fonds dieser Art, der täglich gekauft und verkauft werden kann. Die Eidgenössische Bankenkommission hat den Strategieansatz und die Risikokontrolle dieses Produkts genaustens unter die Lupe genommen und den Fonds zum Vertrieb in der Schweiz zugelassen.
Wie war die Performance des Fonds seit der Gründung in Liechtenstein im Oktober 2001?
Fisch: Der Fonds durchlief seit Juli 2001 eine Testphase mit live generierten Trading-Signalen. In dieser Zeit erzielte das Test-Portefeuille eine Performance von 15,08%, während der Tremont Long/Short Equity Index als entsprechender Branchen-Vergleichsindex in derselben Periode nur 0,62% zulegte und der Aktienindex MSCI World gar 20,94% an Wert verlor. Dieses Ergebnis erzielte der KIMA Long/Short Equity Fund mit einer Volatilität von 10,8%. Offiziell emittiert wurde der Fonds erst am 5. Juni, da wir die Zulassung der Bankenkommission abwarten wollten.
Wie teilt sich zurzeit das Portefeuille zwischen Long- und Short-Positionen auf?
Fisch: Da die offizielle Lancierung des Fonds am 5. Juni stattfand, sind wir noch mit dem Positionsaufbau beschäftigt. Grundsätzlich erfolgt der Aufbau über neu generierte Kauf- bzw. Verkaufssignale. Nur ein kleiner Teil der bestehenden Positionen aus der Testphase kann deshalb übernommen werden. Aktuell besteht ein ausgeglichenes Exposure. Das bedeutet, dass sich Long- und Short-Positionen die Waage halten. Die künftigen Signale werden darüber entscheiden, ob der Fonds eine positive oder negative Marktkorrelation erhält, abhängig davon, ob per saldo die Long- oder Short-Positionen überhand nehmen. Im Übrigen zeigt eine Konstellation wie die aktuelle, in der eine ausgewogene Gewichtung von Long- und Short-Positionen herrscht, meist den Beginn eines neuen mittelfristigen Trends an.