Monatsberichte Publikumsfonds


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CIO Bericht – August 2026

Märkte

Der Monat August stand im Zeichen robuster Konjunkturdaten, steigender langfristiger Renditen und einer erneut falkenhaften Fed-Kommunikation. Sowohl in den USA als auch in Europa überraschten die Einkaufsmanagerindizes positiv; zugleich hielten Inflations- und Fiskalsorgen den Aufwärtsdruck auf die Renditen hoch. Die Rendite 30-jähriger US-Treasuries erreichte zwischenzeitlich mit 5.31% den höchsten Stand seit 2007, während zehnjährige Bundesanleihen den Monat bei 3.32% und damit auf dem höchsten Niveau seit 2011 beendeten. Gegen Monatsende brachte die angekündigte Ausweitung der Rückkäufe langlaufender US-Staatsanleihen durch das US-Treasury zunächst nur kurzfristig Entlastung, bevor die Renditen erneut deutlich anzogen; zugleich verstärkte die Massnahme die Diskussion über finanzielle Repression. Fed-Vorsitzender Kevin Warsh unterstrich in Jackson Hole erneut das feste Inflationsziel von 2% und zeigte sich wenig überzeugt, dass sich die zugrunde liegenden Inflationstrends bereits wesentlich verbessert haben, sodass die Märkte eine Zinserhöhung im September mit rund 65% Wahrscheinlichkeit einpreisten. Über die wichtigsten Anlageklassen hinweg überwog dennoch ein positives Bild. Der S&P 500 legte um 2.7% zu und erreichte ein neues Rekordhoch, wobei insbesondere Technologieaktien deutlich zulegten; auch europäische und Schwellenländeraktien entwickelten sich positiv. An den Anleihemärkten belastete der Renditeanstieg vor allem europäische Staatsanleihen; Unternehmensanleihen blieben dagegen insgesamt vergleichsweise stabil. Der US-Dollar schwächte sich erneut ab, Gold und Silber legten dagegen kräftig zu. Die Ölpreise blieben nahezu unverändert, während europäische Erdgas- und Agrarpreise deutlich stiegen.

 

Ausblick

Der globale Liquiditätszyklus ist mittlerweile weit fortgeschritten und nähert sich seinem Höhepunkt. Allerdings steigt die Liquidität trotz abnehmendem Momentum derzeit noch weiter an und sorgt damit für Rückenwind an den Aktien- und Kreditmärkten. Dadurch wird auch die globale Konjunktur gestützt. Aber das Wachstum basiert eben fast ausschliesslich auf der bisherigen Liquiditätsausweitung sowie hohen Staatsausgaben und ist damit nicht nachhaltig.   Weiterhin tobt ein Machtkampf zwischen dem US-Treasury und der Fed. Das US-Treasury übernimmt zunehmend Aufgaben der Fed, darunter die Zinskurven­kontrolle über T-Bill-Emissionen und Käufe langlaufender Staatsanleihen. Eine solche Einmischung ist historisch einmalig und untergräbt das Vertrauen der Märkte in die Institutionen. Allerdings werden aktuell die diesbezüglichen Risiken an den Finanzmärkten ignoriert. Ein Dollareinbruch und ein deutlicher Anstieg der langfristigen Zinsen sind noch nicht erfolgt. Aufgrund des erwähnten Machtkampfs zwischen der Fed und dem US-Treasury und damit einem unklaren Kurs der Geldpolitik, droht weiterhin die Gefahr eines Kontrollverlustes über die Inflations- und Zinsentwicklung am langen Ende der Zinskurve. Da aber im Moment die Liquiditätsgenerierung des US-Treasury mit Hilfe der T-Bill-Emissionen den restriktiven Kurs der Fed überkompensiert, ist per Saldo mit Unterstützung für die Konjunktur sowie höherer Inflation und damit tendenziell steigenden langfristigen Zinsen zu rechnen. Unternehmensanleihen, insbesondere auch High Yield und in den Emerging Markets, profitieren im Moment noch von einer global soliden Konjunktur und steigender Finanzmarktliquidität. Wandelanleihen bieten interessante Opportunitäten mit einem asymmetrischen Chancen/Risiko-Profil.

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