ESG

ESG-Ansatz

Fisch Asset Management verfolgt einen integrativen ESG-Ansatz unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken, welcher auf dem Grundsatz des verantwortlichen Investierens und den drei Säulen «Exclusion», «Integration» und «Engagement» beruht.

Integration & Engagement
ESG-Integration im Rahmen unserer fundamentalen Kreditanalyse identifiziert zusätzliche Chancen und Risiken. Unsere Analysten führen dazu qualitative Analysen durch und nutzen diverse ESG-Daten und Research von Drittanbietern. ESG-Informationen unterstützen den Analysten hinsichtlich der Empfehlung und der Gewichtung im Rahmen des Relative-Value-Prozesses.

Als Ausgangslage oder sogenannter Kompass dient eine proprietäre «Materiality Map», wobei für jeden Sektor mit seinen Sub-Sektoren eine ESG-Materialitätsanalyse durchgeführt wird. Es werden Kriterien innerhalb der Themen E, S und G identifiziert, die bezüglich ESG-Analyse materiell und vom Markt als relevant eingestuft werden. Diese Kriterien werden über drei Stufen eingeschätzt (hoch, mittel, tief bis keine Relevanz für die Kreditqualität). So zeigt die Materialitäts-Übersicht für jeden Sektor, welche ESG-Themen wie bedeutungsvoll für die Beurteilung der Kreditqualität sind. Diese Einschätzung spiegelt unsere eigene Meinung wider und lenkt den Analysten dahingehend, welche Kriterien er in der Analyse besonders berücksichtigen soll für sein ESG-Assessment (Rating tief, mittel, erhöht, hoch). Auf diesen Grundlagen der ESG-Risikobewertung stufen wir den Emittenten als "geringes Risiko", "mittleres Risiko", "erhöhtes Risiko" oder "hohes Risiko" ein.

Im Falle eines hohen ESG-Risikos, welches für unsere Anlageentscheidung bedeutsam ist, suchen wir den Dialog mit dem Unternehmen. Fisch tritt direkt mit dem Unternehmen in Kontakt oder führt gemeinschaftliches Engagement zu bestimmten Themen durch mit dem Ziel, die ESG-Richtlinien des Unternehmens zu verbessern, um das Anlagerisiko zu verringern.

Wir überwachen und dokumentieren, ob das Unternehmen die notwendigen Schritte unternommen hat, um die angesprochenen Themen zu behandeln und zu verbessern. Zu den wichtigsten ökologischen ESG-Themen gehören Klimawandel, Wassernutzung, Rohstoffbeschaffung und Energieeffizienz. Zu den wichtigsten sozialen ESG-Themen gehören Produktsicherheit, Verhalten als Arbeitgeber, Diversität, Datensicherheit und Lieferkettenmanagement. Wichtige Governance-Themen umfassen die Unabhängigkeit des Verwaltungsrats, Aktionärsrechte, Korruption und Geschäftsethik.

Engagement ist ein wichtiger Bestandteil unseres ESG-Integrationsansatzes und hilft uns, die ESG-Risiken und -Chancen eines Emittenten besser einzuschätzen und festzustellen, ob sie sich in seiner Bewertung widerspiegeln. Gleichzeitig bietet Engagement die Möglichkeit, Handlungen und Praktiken eines Emittenten im Sinne der von uns gewünschten Ergebnisse zu beeinflussen. Wir sind davon überzeugt, dass ein kontinuierlicher direkter Dialog mit investierten Unternehmen und die Zusammenarbeit mit Organisationen ein effektiver Ansatz ist, um positive Nachhaltigkeits- und Anlageergebnisse zu erzielen. Da ESG-Kriterien zunehmend in Marktstandards und regulatorischen Anforderungen verankert werden, beabsichtigen wir, unseren Dialog mit Emittenten langfristig zu gestalten, um mitunter die Transparenz auf dem Markt für nachhaltige Anlagen zu fördern, was letztlich auch im Interesse unseren Kunden ist. Hinsichtlich gemeinschaftlichen Engagements beteiligen wir uns über die Plattform von PRI und bei Climate Action 100+, wo wir uns sowohl bei thematischen als auch an unternehmensbezogenen Engagements einbringen. Darüber hinaus arbeiten wir mit Sustainalytics in Bezug auf Engagement-Dienstleistungen zusammen, wo wir an deren Material Risk Engagement-Programm teilnehmen.

Ausschluss

Alle von uns verwalteten Anlagen erfüllen seit 2016 systematisch bestimmte Mindestanforderungen. Unsere interne Ausschluss-Richtlinie ist ein Bestandteil des ESG-Investmentansatzes. Bestimmte Branchen oder Unternehmen, deren Geschäftspraktiken nicht mit unseren Zielen von verantwortungsbewusstem Anlegen vereinbar sind oder eine erhöhte Risikobewertung aufweisen, können vom Anlageuniversum ausgeschlossen werden.

Generell ausgeschlossen sind Emittenten, die Hersteller von kontroversen Waffen wie Anti-Personenminen oder Streubomben sind. Weiter werden bei Erreichung von Schwellenwerten Produzenten von Kraftwerkskohle, Tabak, Pornografie und Nuklearwaffen ausgeschlossen.

Im Rahmen des ESG-Investmentansatzes können auch Unternehmen ausgeschlossen werden, die eine hohe ESG-Risikobewertung aufweisen und nicht bereit sind die wichtigsten Probleme anzugehen, respektive sich zu verbessern. Diese Ausschlüsse müssen durch das ESG-Komitee und die Geschäftsleitung bestätigt werden. Bei der Analyse von ESG-Risiken werden unter anderem auch Kontroversen von Unternehmen berücksichtigt. Werden diese Ereignisse als «severe controversy» identifiziert, kann dies einerseits zu einer Reduzierung des Exposures oder dem Verkauf des Titels führen oder das Unternehmen wird gänzlich vom Anlageuniversum ausgeschlossen.

Die Kriterien des generellen Ausschlusses sind in unserer Portfoliomanagement Software Aladdin hinterlegt und werden durch Risk Management überwacht. Die Verantwortung für die Ausschluss-Richtlinie liegt beim internen ESG-Komitee. Die beschriebenen Ausschlusskriterien werden mindestens jährlich durch das ESG-Komitee und Risk Management überprüft. Mögliche Anpassungen werden durch die Geschäftsleitung verabschiedet.

Kontakt

Sustainability Specialist

Joachim Corbach
Sustainability Centre
T +41 44 284 28 38
joachim.corbach@fam.ch


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