Markteinschätzungen

Der Markt konzentriert sich derzeit zu Recht auf Argentinien, die Türkei und Russland – und wir tun dies ebenfalls. Im Hintergrund bahnt sich jedoch ein weiteres Schlüsselereignis an. Unseres Erachtens dürfte Brasilien angesichts der im Oktober anstehenden Präsidentschaftswahl als nächstes in den Fokus der Anleger rücken.

Die Entwicklung in Russland und der Türkei muss gesondert betrachtet werden. Es handelt sich nicht um den “EM-Ansteckungs-Effekt” alter Tage, sondern vielmehr um eine Reihe länderspezifischer Herausforderungen.

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Steigende Zinsen sind wieder ein grosses Thema an den Finanzmärkten. Mit Unternehmensanleihen aus Schwellenländern konnten sich Anleger in der Vergangenheit durch die hohen laufenden Renditen gut dagegen schützen. Dies sollte auch momentan wieder der Fall sein. Die sehr niedrigen Ausfallraten dürften zusätzlich für einen ruhigen Schlaf sorgen.

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Steigende Preise haben eine Reihe von Auswirkungen, die Anleger berücksichtigen sollten / Rückschlagspotenzial bei Aktien mit Wandelanleihen abfedern

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Emerging-Markets-Hartwährungsanleihen machen bereits 20 Prozent des globalen Corporate-Bond-Markts aus / Weiteres Potenzial trotz Performance von sechs Prozent im laufenden Jahr

Unternehmensanleihen in Hartwährung aus Schwellenländern hatten bisher ein gutes Jahr: Gemessen am JP Morgan CEMBI Broad Diversified Index (währungsgesichert in Euro) konnten sie per Ende Oktober eine Rendite von sechs Prozent erzielen. Hannes Boller, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management in Zürich, beobachtet aufgrund dieser erfreulichen Wertentwicklung ein zunehmendes Interesse an Schwellenländer-Investments.