Markteinschätzungen

An den Ölmärkten herrscht wieder Volatilität, und unserer Ansicht nach wird dies auf kurze bis mittlere Sicht auch so bleiben. In den letzten fünf Wochen rutschten die Rohölpreise auf dem Weltmarkt von einem Vierjahreshoch in einen Bärenmarkt ab.

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Hochzinsanleihen mussten während der jüngsten Aktienmarktkorrektur im Oktober zwar ein paar Federn lassen, schnitten im Vergleich mit anderen Anlageklassen, insbesondere Aktien, aber relativ gut ab. Ihre geringe Zinssensitivität sowie die Risikoaufschläge agierten als wirksamer Sicherheitspuffer. Peter Jeggli, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management in Zürich, glaubt, dass High-Yield-Anleihen in dieser späten Konjunkturphase ihre Stärken ausspielen können, und setzt dafür auf substanzstarke Titel.

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Stephanie Zwick, Head Convertible Bonds bei Fisch Asset Management in Zürich, erwartet im letzten Jahresdrittel Zuflüsse in die Anlageklasse der Wandelanleihen: „Wandler sind in der aktuellen Marktphase sowohl für Aktien- als auch für Anleiheninvestoren eine interessante Alternative. Denn Aktienanleger halten vermehrt nach einem Rückschlagschutz Ausschau aufgrund hoher Aktienmarktstände sowie abschwächender Konjunkturaussichten und Bondanleger benötigen aufgrund der Zinssorgen Papiere mit Renditechancen.“

Der Markt konzentriert sich derzeit zu Recht auf Argentinien, die Türkei und Russland – und wir tun dies ebenfalls. Im Hintergrund bahnt sich jedoch ein weiteres Schlüsselereignis an. Unseres Erachtens dürfte Brasilien angesichts der im Oktober anstehenden Präsidentschaftswahl als nächstes in den Fokus der Anleger rücken.

Die Entwicklung in Russland und der Türkei muss gesondert betrachtet werden. Es handelt sich nicht um den “EM-Ansteckungs-Effekt” alter Tage, sondern vielmehr um eine Reihe länderspezifischer Herausforderungen.